Tutorien
Die Tutorien richten sich auch gezielt an Studierende und Mitarbeiter der FU
und der anderen Berliner Universitäten und Institute.
Die Teilnahme an allen Tutorien ist kostenlos!
- Christine Detig (Net & Publication Consultance): Einführung in LaTeX
Das Tutorium soll LaTeX-Neulingen einen Einblick in die
prinzipielle Arbeitsweise von LaTeX geben. Es soll vermitteln, wie
man mit einfachen Textauszeichenungen (Markup) Dokumente erstellt und
Layout-Gestaltung vornimmt, beispielsweise automatische
Kapitelnummerierungen, Kolumnentitel und Inhaltsverzeichnisse.
Neben den grundsätzlich benötigten LaTeX-Befehlen werden folgende
weitere Themen vorgestellt:
- Standard-Dokumentstrukturen
- Variation des Schriftbildes
- Verwenden von Auflistungen (Spiegelstrichlisten und
nummerierte Listen)
- Querverweise (Standard und Erweiterungen durch Pakete)
- Verwenden einfacher mathematischer Elemente
(Indizes, Exponenten usw.)
- Ausblick: Highlights von LaTeX
- Wolfgang Engelmann (Universität Tübingen): Lyx zum Schreiben von Dokumenten
Latex ist eines der am weitesten verbreiteten und
besten Textsatzsysteme. Es hat allerdings einen
Nachteil: Man muß eine ganze Batterie von Kommandos im
Kopf haben, um damit arbeiten zu können. Hier kommt Lyx
ins Spiel: Es bietet -ähnlich wie andere Programme zum
Schreiben von Dokumenten, eine Menü-gesteuerte
Oberfläche an, in der durch einfaches Anklicken oder
mit Hilfe von Tastenkombinationen die Latex-Befehle im
Hintergrund ausgeführt werden. Gleichzeitig wird der
Schriftsatz in ähnlicher Weise, wie er beim Ausdrucken
aussehen würde, auf dem Bildschirm angezeigt. Das gilt
auch für mathematische Ausdrücke, einer besonderen
Stärke von Latex. Verschiedene Dokumentenstile (Buch,
Artikel, Report, Brief, Beamer usw) und Anpassungen an
Sprachen stehen zur Verfügung.
Im Tutorium wird an einigen einfachen Beispielen der
Umgang mit Lyx demonstriert: Buchstil im Komascript mit
Dokumentaufbau, Listen, Tabellen, Einbinden von
Abbildungen, mathematische Ausdrücke. Wie der
Seitenstil (zum Beispiel einspaltig/zweispaltig) und
Formate geändert werden (z.B. Briefvorlagen verwenden,
spezielle Stile von Verlagen), wie das Dokument
exportiert wird. Auch Präsentationen lassen sich mit
Lyx vorbereiten (zum Beispiel mit der Beamer-Klasse).
Es soll auch gezeigt werden, wie Literaturzitate mit
Hilfe eines speziellen Programmes "Jabref" an die
jeweiligen Zitatstellen des Dokumentes hineingeklickt
werden können.
Lyx kommt mit einer sehr guten Dokumentation, die auch
sehr spezielle Punkte beleuchtet. Es gibt außerdem eine
sehr lebhafte und hilfsbereite User-Gruppe.
- Klaus Höppner: Erstellen einfacher Symbol-Fonts mit MetaType1
Das MetaType1-Paket wurde von Boguslaw Jackowski, Janusz
Nowacki und Piotr Strzelczyk entwickelt, um Schriften im Format
PostScript-Type1 mit Metapost und einigen Zusatzskripten
zu erzeugen. Bekanntestes Beispiel dürften die Latin-Modern-Fonts
sein, die auf Grundlage der Metafont-Quellen von Computer-Modern
gestaltet wurden.
Nun sind die wenigsten Anwender (inklusive mir) geborene
Schriftdesigner. Allerdings hatte ich vor längerer Zeit einige
Symbole als Metapost-Grafik vorliegen, die in Dokumenten zum
Einsatz kommen sollten. Da lag der Gedanke nahe,
dass es schöner wäre, diese Symbole einfach als PostScript-Font
(ähnlich wie die diversen Dingbats-Schriften) verwenden zu können,
anstatt jedes Symbol einzeln als Grafik einbinden zu müssen.
Da die Symbole schon als Metapost-Quellen vorlagen, begann ich
mich mit MetaType1 samt mitgliefertem Beispiel-Font zu beschäftigen,
bis dann der Symbol-Font tatsächlich als PostScript-Type1 vorlag.
Das Tutorium stellt die notwendige Software sowie Erfahrungen und
Probleme bei meinen ersten Gehversuchen vor. Es ist kein
Metapost-Tutorium. Vorkenntnisse in Metafont oder Metapost sind von
Vorteil, zum grundsätzlichen Verständnis aber nicht zwingend.
- David Kastrup: Stand der Technik bei Erstellung von LaTeX-Texten mit
Emacs
Emacs nähert sich langsam aber unaufhaltsam dem
Release 22.1. Für Ungeduldige gibt es die Möglichkeit, sich selbst
die jeweils aktuelle Entwicklerversion zu compilieren; aber auch
vorcompilierte Versionen existieren, teilweise schon mit dem
AUCTeX-Paket versehen.
Für Windows wird eine solche Version von den AUCTeX-Entwicklern auf
AUCTeX s Downloadseite
bereitgestellt, für MacOSX gibt es mit
yaced und
Aquamacs gleich zwei
Angebote, und Debian hält unter unstable ein Paket
emacs-snapshot bereit.
In aktuellen AUCTeX-Versionen (>=11.80) ist das
preview-latex-Paket
zur Bereitstellung von WYSIWYG-Funktionalität in
Quelltextbuffern bereits integriert und muß nicht mehr separat
installiert werden.
Gegenüber früheren Versionen von Emacs sind deutliche Fortschritte in
der Benutzerfreundlichkeit erzielt worden, die sich in vielen
Kleinigkeiten, aber auch einigen wichtigen Punkten, neuen enthaltenen
Paketen, und plattformübergreifenden Funktionen auswirken.
AUCTeX selbst hat ebenfalls einiges an Weiterentwicklungen erfahren
und bildet zusammen mit RefTeX zur Verwaltung von diversen Verweisen
eines der wichtigsten Werkzeuge zur Entwicklung von LaTeX-Texten.
Speziell die Erstellung von .dtx-Dateien wird angenehm
gestaltet, und PDFTeX wird inklusive des pdfsync-Paketes
unterstützt.
- Herbert Voß (FU Berlin): Einführung in PSTricks und der Weg nach PDF
PSTricks ist eine bereits 1991 begonnene Sammlung von
TeX-Makros, die eine Schnittstelle zu den umfangreichen grafischen
Fähigkeiten der noch älteren Programmiersprache PostScript darstellt,
woraus sich auch der Name PSTricks=PostScriptTricks ableitet. Es wird
eine grundlegende Einführung in das Integrieren von grafischen
Elementen innerhalb eines normalen LaTeX-Dokumentes gegeben, wobei
dies unabhängig von PSTricks gezeigt wird. Ausgehend von einfachen
Beispielen werden Möglichkeiten und Grenzen der Integration von
Grafiken durch Makros aufgezeigt.
Das Basieren von PSTricks auf PostScript wurde und wird häufig als
gravierender Nachteil von PSTricks empfunden und stand einer breiten
Anwendung für PDF-Dokumente angeblich im Wege. Mittlerweile gibt es
jedoch neben der Möglichkeit von ps2pdf verschiedene, relativ
einfache Verfahren um PSTricks Anweisungen in PDF-Dokumente zu
integrieren. Alle möglichen Wege werden beschrieben und miteinander
verglichen, sodass der Anwender dann eine passende Variante wählen
kann.
Abschließend wird ein Überblick über den Stand der Entwicklung
sowie ein Ausblick gegeben.
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